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17.09.19

Mythen der Selbstständigkeit

diesen mythen müssen sich freiberufler stellen

Für die einen bedeutet Selbstständigkeit eine Menge Stress, 24/7 zu arbeiten und nur das zu tun, was einem Spaß macht. Die anderen hingegen sehen in der Selbstständigkeit die Chance auf die Millionen. Da sich nur wenige Leute mit den tatsächlichen Hintergründen und Aspekten der Selbstständigkeit befassen, setzen sich diese Mythen in den Köpfen der Menschen fest. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen die TOP 6 der Selbstständigkeits-Mythen vorstellen und klären, was wirklich dahinter steckt.

Mythos 1: Selbstständige arbeiten 24/7

Dass Selbstständige gerade in der Gründungsphase viel arbeiten ist Fakt. Jedoch gehört dies auch gewissermaßen zur Selbstständigkeit dazu, da Sie hier Aufgaben übernehmen müssen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich eines normalen Angestellten fallen. Da die Selbstständigkeit in der Regel das ist, wofür man brennt und man selbst miterlebt wie das Unternehmen wächst, nehmen viele den hohen Zeitaufwand in Kauf. Man sollte dennoch nicht vergessen, dass auch Selbstständige genügend Freizeit haben, die Sie mit Familie und Freunden verbringen können. Denn in der Regel ist der ‚Freizeitaspekt‘ eher personen- als jobabhängig. Hier wäre es von Vorteil, zu lernen, die Arbeit auch mal nieder zu legen und in kurzer Zeit produktiv zu arbeiten.

Mythos 2: Selbstständige haben flexible Arbeitszeiten

Ja, Selbstständige sind zeitlich flexibel. Jedoch eher in der Hinsicht wie Angestellte, die Gleitzeit haben. Es ist in jedem Fall nicht so, dass Sie als Selbstständiger spontan ein paar Tage verreisen können. Denn Sie müssen sich an fristen halten und gerade die Kundenakquise, die zu Beginn der Gründung notwendig ist, ist sehr zeitaufwendig. Zudem sollten Sie bedenken, dass es in der Selbstständigkeit keinen bezahlten Urlaub gibt. In diesem Fall bedeutet Urlaub also einen Verdienstausfall. Es ist also nicht unüblich, dass Selbstständige mal auf Ihren verdienten Urlaub oder einen freien Abend verzichten und sich stattdessen der Arbeit widmen. Je mehr Angestellte Sie im Laufe der Zeit gewinnen, desto größer wird die Chance auf zeitliche Flexibilität.

Mythos 3: Selbstständige können Ihren Arbeitsplatz frei wählen

Sie reisen wohin Sie wollen, nehmen Ihren Laptop mit und arbeiten von dort aus – der Traum eines jeden Selbstständigen und die wahrhaftige Vorstellung vieler Menschen über die Selbstständigkeit. Schön wär’s, aber so leicht ist das nicht. Natürlich gibt es einige Bereiche, in denen beispielsweise die ortsunabhängige Arbeit in Coworking Spaces möglich ist. Dies ist vor allem der Digitalisierung zu verdanken. Andererseits gibt es viele Bereiche, in denen der Job an einen festen Ort gebunden ist, was natürlich impliziert, dass man als Gründer des Unternehmens auch vor Ort sein sollte.

Mythos 4: Selbstständige machen nur das, worauf Sie Lust haben

Auch hier scheiden sich die Geister. Zum einen geht man in der Selbstständigkeit natürlich einer Tätigkeit nach, die man gerne macht und für die man sich begeistert. Wäre dies nicht der Fall, würde man den Schritt in die Selbstständigkeit gar nicht erst wagen. Dennoch werden Sie auch hier vor Aufgaben stehen, die Ihnen keinen Spaß machen. Doch gerade in einem 1-Personen-Unternehmen oder einer Firma in der Gründungsphase haben Sie kaum die Möglichkeit, diese Aufgaben auf Ihre Mitarbeiter abzuwälzen.

Mythos 5: Selbstständige werden in diese Rolle hineingeboren

Auch hier liegt ein klarer Fall eines Mythos vor. Natürlich gibt es diejenigen unter uns, denen der Schritt in die Selbstständigkeit und die Organisation und Planung eines gesamten Unternehmens leichter fallen, dennoch schaffen auch andere den Schritt in die Selbstständigkeit. Denn die Selbstständigkeit beinhaltet nichts, was man nicht lernen könnte. Man sollte jedoch bedenken, dass der Schritt vom Angestellten zum selbstständigen Unternehmer nicht so leicht ist, wie man oft denkt. Man muss in die Rolle des Selbstständigen hineinwachsen, was durchaus seine Zeit braucht. Doch in jedem Fall ist es Fakt, dass jeder, der die Motivation und den Willen dazu hat, den Schritt in die Selbstständigkeit meistern kann. Es ist lediglich so, dass es den einen leichter fällt und die anderen möglicherweise leichte Anlaufschwierigkeiten haben.

Mythos 6: Als Selbstständiger leben sie in ständiger Unsicherheit

Natürlich bringt die Selbstständigkeit und die Gründung eines Unternehmens eine gewisse Unsicherheit mit sich. Dies ist allein schon der Tatsache zuzuschreiben, dass Sie als Angestellter ein monatlich festes Einkommen haben und als Selbstständiger in gewisser Weise selbst dafür verantwortlich sind, welchen Gewinn Sie am Ende des Monats verzeichnen können. Dennoch kann es Ihnen als Angestellter passieren, dass Ihnen gekündigt wird und Sie nicht direkt einen neuen Job finden. Dementsprechend bringen sowohl die Selbstständigkeit, als auch das Angestelltenverhältnis eine gewisse Unsicherheit mit sich. Für den Fall der Unternehmensgründung lässt sich das Risiko jedoch einschränken. Versuchen Sie jeden Ihrer Schritte gut zu durchdenken und verzichten Sie darauf, Risiken einzugehen und zu hoch zu pokern.

Es ist also deutlich zu erkennen, dass es sich bei den meisten Spekulationen rund um die Selbstständigkeit tatsächlich um Mythen handelt. Natürlich unterscheidet sich die Selbstständigkeit in vielen Fällen vom Angestelltenverhältnis, dennoch ist die Selbstständigkeit kein Hexenwerk.

Also, scheuen Sie sich nicht davor, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Genießen Sie die Freiheit, aus dem Büro oder dem Coworking Space aus zu arbeiten und Ihr eigener Chef zu sein. Doch wie bereits erwähnt, sollten Sie sich mit den möglichen Schwierigkeiten auseinandersetzen und die Gründung Ihres eigenen Unternehmens nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Ihr WORK Lounge Team wünscht Ihnen eine schöne Woche!